Nichts verändert ein Puppenhauszimmer so schnell wie Tapete und Bodenbelag. Aus einem kahlen Holzkasten wird plötzlich eine gemütliche Küche, ein hübsches Schlafzimmer oder ein prächtiger Flur. Es ist einfacher, als es aussieht, und Sie brauchen nur ein paar einfache Werkzeuge.
Der gesamte Ablauf in 5 Schritten:
- Raum planen
- Papierschablone anfertigen
- Tapete anbringen
- Boden verlegen
- Mit Zierleisten abschließen
Das brauchen Sie
- Tapeten- und Bodenbelagbögen für Puppenhäuser im Maßstab 1:12
- Normales Druckerpapier für die Schablonen
- Bleistift, Lineal und eine scharfe Schere
- Ein Bastelmesser für saubere Schnitte. Lassen Sie es immer von einem Erwachsenen benutzen und wechseln Sie die Klinge häufig.
- Kleber: ein Klebestift oder Tapetenkleister für Papier und weißer Bastelleim für Holzböden und Zierleisten. Viele Bodenbelagbögen haben außerdem eine selbstklebende Rückseite.
- Ein weiches Tuch oder ein mit Stoff umwickeltes Lineal, um Blasen glatt zu streichen
Schritt 1: Raum planen
Entscheiden Sie sich zuerst für den Look. Hier ein paar einfache Regeln:
- Kleine Muster wirken am besten. Große Drucke sehen in einem kleinen Raum überdimensioniert aus.
- Helle Wände lassen einen Raum größer wirken. Dunklere Farben wirken gemütlich, können einen kleinen Raum aber dunkel erscheinen lassen.
- Kombinieren Sie mit Bedacht. Eine gemusterte Tapete sieht meist mit einem schlichten Boden am besten aus, und eine einfarbige Wand passt gut zu einem gemusterten Fliesenboden.
In welcher Reihenfolge? Die meisten beginnen mit den Wänden, dann folgen der Boden und zum Schluss die Zierleisten. Die Zierleisten verdecken kleine Lücken zwischen Wand und Boden, Ihre Arbeit muss also nicht perfekt sein.
Schritt 2: Papierschablone anfertigen
Puppenhauswände sind selten ganz rechtwinklig, also messen und schneiden Sie nicht einfach. Fertigen Sie stattdessen eine Schablone an:
- Halten Sie ein Blatt normales Druckerpapier an die Wand.
- Zeichnen Sie mit einem Bleistift die Kanten, Fenster und Türen nach.
- Schneiden Sie die Schablone aus und prüfen Sie, ob sie passt. Schneiden Sie nach, bis sie passt.
- Legen Sie die Schablone auf die Rückseite Ihrer Tapete, zeichnen Sie die Umrisse nach und schneiden Sie aus.
Tipp: Schneiden Sie die Tapete etwa ⅛ Zoll größer als die Schablone zu. Ein wenig Überstand lässt sich leichter abschneiden, als ein zu kleines Stück zu retten.
Schritt 3: Tapete anbringen
- Machen Sie eine Probe ohne Kleber, um sicherzustellen, dass das Stück passt und das Muster gerade verläuft.
- Tragen Sie eine dünne, gleichmäßige Kleberschicht auf die Wand auf, nicht auf das Papier. Nasser Kleber kann das Papier durchweichen und Falten verursachen.
- Drücken Sie das Papier von der Mitte nach außen an. Streichen Sie Luftblasen mit einem weichen Tuch zu den Rändern hin aus.
- Schneiden Sie Überstände mit einem Bastelmesser ab, sobald der Kleber etwas angezogen hat.
Fenster und Türen: Tapezieren Sie die ganze Wand, lassen Sie sie trocknen und schneiden Sie dann die Öffnung von vorne mit einem Bastelmesser aus.
Ecken: Lassen Sie das Papier etwa ⅛ Zoll um die Ecke herumlaufen. Das nächste Stück überdeckt diese Kante, sodass keine Lücke entsteht.
Möchten Sie später etwas ändern? Kleben Sie Ihre Tapete statt auf die Wand auf dünnen Karton und schieben Sie den Karton dann an seinen Platz. So können Sie sie jederzeit austauschen.
Schritt 4: Boden verlegen
- Fertigen Sie eine Schablone vom Boden an, genau wie bei den Wänden.
- Legen Sie den Bodenbelag zuerst trocken aus, damit Sie sehen, wie er passt.
- Legen Sie die ganzen, unbeschnittenen Stücke nach vorne in den Raum, wo sie am besten zu sehen sind. Zugeschnittene Stücke kommen nach hinten, wo sie von Möbeln verdeckt werden.
- Kleben Sie ihn fest oder ziehen Sie die Schutzfolie ab und kleben Sie ihn auf. Drücken Sie ihn dabei von der Mitte nach außen flach an.
- Lassen Sie ihn unter einem flachen Gewicht trocknen, zum Beispiel einem schweren Buch auf einem Blatt Papier, damit der Boden eben bleibt.
Tipp: Holzdielenböden wirken am realistischsten, wenn die Dielen von der Vorderseite des Raums nach hinten verlaufen.
Schritt 5: Mit Zierleisten abschließen
Zierleisten sind die schmalen Holzstreifen, die unten an einer Wand (Fußleiste) oder oben (Stuckleiste) entlanglaufen. Sie verdecken die Übergänge zwischen Wänden, Boden und Decke und lassen einen Raum fertig aussehen.
- Messen Sie jede Wand aus und schneiden Sie die Leiste passend zu.
- Bemalen oder beizen Sie sie vor dem Ankleben, damit keine Farbe auf Ihre neue Tapete gelangt.
- Kleben Sie sie mit einer dünnen Linie weißem Bastelleim fest.
Häufige Anfängerfehler
- Zu viel Kleber: Das führt zu Blasen und Falten. Eine dünne Schicht genügt.
- Die Probe auslassen: Probieren Sie jedes Stück immer vor dem Kleben an.
- Zu viel Eile: Lassen Sie jeden Schritt trocknen, bevor Sie mit dem nächsten beginnen.
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